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Branchenmeldungen 06.09.2019

Reziprok & rotierend: Neue Rotationskombination in der Endodontie

Reziprok & rotierend: Neue Rotationskombination in der Endodontie

Die Entscheidung zwischen reziproken und rotierenden Systemen für die maschinelle Wurzelkanalaufbereitung geht immer auch mit einem Vergleich der jeweiligen Vor- und Nachteile einher. Mit der neuen ReFlex-Bewegung im EndoPilot von Komet wird das Beste aus beiden Welten kombiniert – für mehr Sicherheit und Effektivität.

1. Reziprok vs. rotierend

Bei der maschinellen Wurzelkanalaufbereitung zeigen die reziprokierenden und rotierenden Bewegungen gewisse Vor- und Nachteile. Wo könnte die goldene Mitte liegen?

Bei der reziprokierenden Aufbereitung besteht beispielsweise das Risiko, dass Debris nach apikal transportiert wird. Mit der neuen ReFlex-Bewegung im EndoPilot wird nun ein neuer Weg eingeschlagen. Hier werden die Vorteile einer reziprokierenden mit den Vorteilen der rotierenden Bewegung kombiniert.

Wie funktioniert die neue Bewegung?

Der Produktname ReFlex verrät es bereits: Hier wird unmittelbar auf eine Situation reagiert. ReFlex arbeitet im EndoPilot in einer Linksrotation. Die Drehmomentbelastung und die Verspannung der Feile werden in kurzen Intervallen überwacht. Die Regelung erkennt, und dies ist der Clou, in welchem Bereich das Aufbereitungsinstrument aktuell belastet wird. Es wird also erkannt, ob die Verspannung mehr apikal oder mehr koronal liegt. Abhängig von der Intensität und dem Ort der Verspannung reagiert das Gerät unterschiedlich. Sollte die Drehmomentbelastung z. B. plötzlich apikal stark ansteigen, wechselt die Feile die Drehrichtung und es wird jeweils eine zeitlich begrenzte Drehung ausgeführt. Bei geringerer Torsionsbelastung schaltet die Regelung wieder in die Vollrotation. Es handelt sich bei der ReFlex-Bewegung also um eine individuell reaktive Bewegung. Die differenzierte Nutzung unterschiedlicher Bewegungsmodi ermöglicht es, dass die Feile hocheffektiv und trotzdem sicher angewendet wird.

Welchen Vorteil hat der Zahnarzt bei diesem neuartigen Bewegungsmuster?

Den Moment, wenn die ReFlex-Bewegung in die begrenzte Rotation umschaltet, spürt der Zahnarzt ganz deutlich. Es ist das perfekte Feedback nach dem Motto: „Jetzt ist die Verspannung größer, ich muss also vorsichtiger sein!“ Die regelmäßige Überwachung der Verspannung kann das Risiko einer Feilenfraktur vor allem im apikalen Bereich senken. Andererseits bietet die Bewegung eine sehr effiziente Aufbereitung. ReFlex bringt dem Zahnarzt also eine erhöhte Sicherheit bei der Wurzelkanalaufbereitung. Das gilt insbesondere für komplexe Kanalanatomien, weil hier Klemmfrakturen im apikalen Bereich entgegengewirkt wird.

2. ReFlex smart und ReFlex dynamic

Wo liegt der Unterschied zwischen den beiden Modi ReFlex smart und ReFlex dynamic?

  • ReFlex smart arbeitet fühlbar sensitiv bei Verspannungen, die Sicherheit ist hier besonders hoch.
  • ReFlex dynamic arbeitet besonders zügig und bietet somit ein Plus an Effizienz bei der Aufbereitung.

Für welche Variante sollte sich der Zahnarzt im EndoPilot entscheiden?

Bei wem die Aufbereitungseffizienz im Vordergrund steht, wird die ReFlex dynamic Variante wählen. Für schwierige Kanalkonfigurationen sollte auf den taktileren Smart-Modus gewechselt werden. ReFlex smart ist als sensitive Bewegung auch ideal für den Einsteiger. Unsicherheiten im Handling werden von ReFlex smart eher kompensiert. Kombinationen der beiden Bewegungen sind also situationsabhängig sinnvoll.

3. Feile

Welches Feilensystem empfiehlt sich für den ReFlex-Antrieb im EndoPilot?

Beide Bewegungsmuster, ReFlex smart und ReFlex dynamic, sind bisher allein auf das Procodile-System abgestimmt. Es ist sinnvoll, die Feile vorzugsweise mit diesem intelligenten Antrieb zu betreiben. Grundsätzlich ist Procodile aber in allen gängigen linksschneidenden reziproken Antrieben einsetzbar.

Quelle: Komet Dental

Foto: Niels Niemann

 

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