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Branchenmeldungen 12.04.2021

Durchblick in Sachen Hygiene: Instrumente managen kann ich!

Durchblick in Sachen Hygiene: Instrumente managen kann ich!

Foto: Komet Dental

Mache ich in Hygienefragen beim Instrumentenmanagement wirklich alles richtig? Unterscheide ich korrekt zwischen unkritisch, semikritisch und kritisch A/B eingestuften Instrumenten? Und wie halte ich das im Alltag am leichtesten auseinander? Klar, es gibt in zertifizierten Praxen eine Hygienebeauftragte, aber das Thema ist komplex und breitgefächert –und eigentlich sollten alle Teammitglieder fit in Hygienefragen sein, oder? Komet Dental bzw. unser Anwendungs- und Systemspezialist Ralf Danger helfen in vielfältiger Weise für mehr Durchblick.

Instrumentenmanagement – genauso, wie man schon beim Lesen schnell über dieses lange Wort stolpert, so kompliziert können sich im Praxisalltag die Hygienevorschriften darstellen. Damit eine Praxis hygienisch perfekt aufgestellt ist, greift Komet Dental dem Praxisteam in vielen Bereichen, wo´s eben drauf ankommt, unter die Arme. Der eine mag dies als „kleine Helferlein“ bezeichnen, der andere als „Eselsbrücken“. Egal, sie helfen einfach, alles richtig zu machen und die Ehrfurcht vor dem krassen Wort zu nehmen. Den totalen Durchblick hat hier übrigens unser Ralf Danger. Er ist Fragen gewöhnt, denn er macht auf Anfrage auch gerne Praxisbesuche, um in allen Hygienebelangen zu beraten. Das macht er richtig gut, mit viel Geduld und Professionalität.

Herr Danger, Komet Dental hat sich richtig coole, alltagstaugliche Hilfen in Hygienefragen ausgedacht. Welche sind das?

Ralf Danger: Zuerst einmal ist jedes Produkt mit praktischem Lesestoff, z.B. Herstellerinformationen hinterlegt. Dann gibt´s individuell angepasste Instrumentenständer, die alle die hygienischen und ergonomischen Voraussetzungen für Standardinstrumente, endodontische Instrumente und Schallspitzen erfüllen. Außerdem sollte das Komet Aufbereitungsposter in keinem Hygieneraum fehlen. Es liefert die wichtigsten risikospezifischen Informationen auf einen Blick. Abgerundet wird das Hygiene-Angebot mit dem Reinigungs- und Desinfektionsmittel DC1. Das ist eine materialverträgliche und wirtschaftliche Komplettlösung.

Wie erleben Sie die Risikobewertung und Einstufung von Medizinprodukten in den Praxen?

Ralf Danger: Da treffe ich oft auf große Unsicherheit. In welche Risikoklasse stufe ich nun ein Instrument zwischen semikritisch A bis kritisch B exakt ein? Und welche Aufbereitungswege hat diese Zuordnung dann zur Folge? Hier gibt es laut RKI-Empfehlung und KRINKO klare Vorgaben. Für Medizinprodukte semikritisch A und B gibt es alternativ zur maschinellen Aufbereitung auch die standardisierte manuelle Aufbereitung. Da empfehle ich immer den maschinellen Weg, weil er sich einfach besser dokumentieren lässt.


© Komet Dental

Was ist denn bei kritischen Instrumenten besonders zu beachten?

Ralf Danger: Als kritisch sind alle Endo-, parodontolgischen und chirurgischen Instrumente einzustufen. Besonders aufpassen muss man bei Schall- und Ultraschallinstrumenten, also innengekühlte Instrumente mit Hohlraum. Durch den Rücksaugeffekt kann z.B. Blut in die Innenkühlung gelangen. Dies muss dann mit einer kleinen Spritze mit Desinfektionsmittel und anschließend mit Wasser ausgespült werden. Einfacher sind da unsere jeweiligen Spüladapter. Sie sind Bestandteil eines validierten Verfahrens und damit ist die Dokumentation gesichert. Anschließend können die Instrumente und Spitzen in unseren speziell konzipierten Steriboxen sterilisiert werden.

Rotierende Instrumente sollten nach der Behandlung nicht trocken gelagert werden. Warum?

Ralf Danger: Weil dadurch Keime verteilt werden könnten, an denen sich das Personal infiziert. Zur Vermeidung so einer Proteinfixierung sollte ein Instrument zudem gleich nach der Behandlung im Fräsator eingelegt werden. Hier bitte keine gebrauchsfertige Lösung, sondern ein Konzentrat verwenden, das erst angemischt wird. Der Grund: Gebrauchsfertige Lösungen enthalten meist Alkohol, was dazu führt, dass z.B. Hartmetalle und Polierer insbesondere beim Überschreiten der Einlegezeit angegriffen werden. Deshalb empfehle ich immer unser DC1. Da passiert nichts, selbst wenn die sonst übliche Einlegezeit einmal überschritten wird.

Was können Instrumentenständer in Hygienefrage leisten?

Ralf Danger: Alle unsere Instrumentenständer bestehen aus rostfreiem Edelstahl oder thermostabilen Kunststoffen. Es gibt keine Vertrübungen oder Kontaktkorrosionen, die glänzende Ästhetik bleibt erhalten. Und: Es gibt es keine Einschränkungen bei der Aufbreitung. Die Reinigung und Desinfektion der Instrumente kann wahlweise im Instrumenten- oder Ultraschallbad (in geschlossenem Zustand) oder im Thermodesinfektor (in geöffnetem Zustand) erfolgen. Letzteres ist mit vielen am Markt befindlichen Ständern gar nicht möglich, da sie aus eloxiertem Aluminium bestehen. Für die Sterilisation im Autoklav sind die Komet-Ständer natürlich ebenfalls geeignet. Die Instrumentenständer aus Edelstahl sind mit Silikonstopfen ausgestattet. Diese dienen der Aufnahme von FG- und Winkelstückinstrumenten. Sie bieten den Instrumenten einen sicheren Halt. Die Instrumente können nicht herausfallen, selbst wenn das Tray einmal nicht exakt waagerecht aufgestellt ist. Unsere Instrumentenständer gibt es in groß, klein, hoch, tief, für die Prophylaxe, die Endodontie, für Schallspitzen und vieles mehr.

Welche Schlüsselrolle sollte das Qualitätsmanagement-Handbuch einer Praxis in Hygienefragen spielen?

Ralf Danger: Alle Abläufe in der Hygiene – im Speziellen bei der Aufbereitung – Arbeitsanweisungen, Checklisten, Freigabebestätigungen, Risikoeinstufungen und Hygienepläne müssen im Qualitätsmanagement-Handbuch der Praxis hinterlegt sein. Wenn es im Falle einer Begehung zu Fragen zum konkreten Instrumenten-Einsatz kommt, bieten wir einen zusätzlichen Service: Die maximale bzw. optimale Drehzahl und gezielte Indikation der Instrumente sind auf die Verpackungs-Etiketten gedruckt. Tiefer gehende Fragen sind online zu jedem Instrument unter www.kometdental.de zusammengefasst. Darauf kann man dann gerne verweisen, nach dem Motto: „Dort schaue ich nach!“

Was wäre jetzt für die Praxis, bei der sich beim Thema Hygiene ein laues Bauchgefühl einstellt, der erste Schritt?

Ralf Danger: Eigentlich sind alle die auf der sicheren Seite, die sich unser Komplettpaket bestellen. Da liegt auch die Instrumentenmanagement-Broschüre bei, die den perfekten Überblick bietet. Online ist alles in einer eigenen Komet Hygiene-Themenwelt zusammengefasst inklusive praktischer Anwendungsvideos. Damit behält das Team den absoluten Durchblick bei sämtlichen RKI-entsprechenden Hygienestandards. Das alles ergibt schon mal eine sehr sichere Basis. Aber natürlich schaue ich auch gerne persönlich vorbei und berate.

Vielen Dank für das Gespräch.

Quelle: Komet Dental

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