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Branchenmeldungen 20.02.2018

Dentsply Sirona Implants und Instruments unterstützen PeriPLas

Dentsply Sirona Implants und Instruments unterstützen PeriPLas

Entzündete Zahnimplantate sicher und wirksam behandeln – dieses Ziel verfolgen die Geschäftsbereiche Instruments und Implants von Dentsply Sirona mit der Universitätsmedizin Greifswald. Dazu entwickeln sie ein neues Verfahren, das innovative Technologien wie Diodenlaser und kaltes Plasma kombiniert. Der Forschungsverbund PeriPLas wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Im Oktober 2017 ging das Förderprojekt PeriPLas an den Start. PeriPLas-Projektpartner sind die beiden Geschäftsbereiche Instruments und Implants von Dentsply Sirona sowie das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universitätsmedizin Greifswald. Dentsply Sirona ist der weltweit größte Hersteller von Dentalprodukten und -technologien, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, zur Verbesserung der Zahngesundheit weltweit beizutragen.

Das breite Produktspektrum von ‚The Dental Solutions Company‘ reicht von Implantatsystemen wie Ankylos, Astra Tech Implant System und Xive, mit denen für jede Indikation die passende Lösung zur Verfügung steht, bis zum Diodenlaser SiroLaser Blue, der mit seinen drei Wellenlängen für meist narbenfreie Wundheilung und verbesserte Keimreduktion sorgt. Gemeinsam forschen die beiden Geschäftsbereiche nun an methodischen und technischen Grundlagen, um Periimplantitis als eine der Hauptursachen von Implantatverlusten sicher und wirksam zu behandeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert PeriPLas über drei Jahre mit rund 1,1 Millionen Euro.

Periimplantitis – eine weltweite medizinische Herausforderung

Bei einer Periimplantitis entzündet sich das Gewebe rund um ein Zahnimplantat. Ursache ist ein bakterieller Biofilm auf dem Implantat, der einen Abbau des umliegenden Knochens nach sich zieht. In der Folge kann es zu einem Implantatverlust kommen. 2015 waren es geschätzte eine Million Periimplantitis-Fälle weltweit – mit steigender Tendenz. Für die von Periimplantitis betroffenen Patienten entstehen erhebliche gesundheitliche und finanzielle Belastungen. Dennoch fehlt es unter Fachleuten bislang an einem einheitlichen Konsens, welches Therapieverfahren in der Periimplantitis-Behandlung bestmögliche Ergebnisse liefert.

Diodenlaser und kaltes Plasma kombinieren

Die Projektpartner forschen an einem Verfahren, das verschiedene Technologien kombiniert, um das entzündete Implantat zu reinigen und zu behandeln. Neben mechanischer Reinigung und Diodenlaser kommt kaltes Plasma zum Einsatz. Bei der Erforschung des kalten Plasmas wird Dentsply Sirona vom Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) in Greifswald unterstützt. Das Plasma kann Bakterien töten, Eiweißfilme entfernen und – gemeinsam mit einem Pulverstrahlgerät – selbst dicke Biofilme beseitigen. Überdies verändert es die Implantatoberfläche (Hydrophilisierung), sodass knochenbildende Zellen (Osteoblasten) besser auf dem Implantat haften können. Eine Laserbehandlung soll Keime zusätzlich reduzieren. Ziel ist es, die Oberflächenbeschaffenheit eines bereits „gebrauchten“, der eines neu produzierten Implantats anzunähern.

Reosseointegration und Periimplantitis-Heilung

Neue Implantate können aufgrund ihrer definierten Oberflächeneigenschaften sowie ihrer Nano- und Mikrostruktur typischerweise gut in den sich neu bildenden, umgebenden Kieferknochen einwachsen. So könnte das Kombinationsverfahren dazu beitragen, dass die Entzündung abklingt und das Implantat wieder in den Kieferknochen einwächst (Reosseointegration). Kurzgefasst: dass eine Periimplantitis heilt.

Evaluation in einer klinischen Pilotstudie

Im dritten und letzten Förderjahr soll eine klinische Pilotstudie mit Patienten an mehreren Studienorten die Wirksamkeit und Sicherheit des neuen Kombinationsverfahrens beweisen. Bei Erfolg planen die Projektbeteiligten, ein serienreifes Produkt zu entwickeln und weltweit zu vermarkten.

Das BMBF fördert PeriPLas im Rahmen seiner Initiative „Photonische Systemlösungen für Medizin und Biotechnologie“ im Förderprogramm „Photonik Forschung Deutschland“. Projektträger ist das VDI Technologiezentrum in Düsseldorf.

Weitere Informationen zum Projekt PeriPLas und dem BMBF-Förderprogramm „Photonik Forschung Deutschland“ sind unter www.photonikforschung.de/foerderung/lebenswissenschaften/projekt/periplas.html verfügbar.

Quelle: Dentsply Sirona Implants

Foto: Dentsply Sirona Implants
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